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Hexenschuss (Lumbago)

Ursachen: Wie entsteht ein Hexenschuss?

Ein Hexenschuss wird meist durch eine plötzliche, unkontrollierte Bewegung ausgelöst – etwa beim Heben, Drehen oder Bücken. Dabei verkrampfen sich die Muskeln im unteren Rücken reflexartig.
In vielen Fällen liegen keine schwerwiegenden strukturellen Schäden vor. Stattdessen handelt es sich um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen, bei denen keine klare Ursache wie ein Bandscheibenvorfall festgestellt wird.

Häufige Auslöser:

  • Plötzliche Drehbewegungen
  • Ungünstige Hebe- oder Bückbewegungen
  • Fehlhaltungen und Muskelverspannungen
  • Kälte oder Zugluft, die die Muskulatur reizt

Symptome: Woran erkennt man einen Hexenschuss?

Ein Hexenschuss äußert sich durch einen plötzlich einsetzenden, stechenden Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen sind in der Regel auf den unteren Rücken beschränkt und strahlen nicht in die Beine aus – im Gegensatz zur Ischialgie.

Typische Symptome:

  • Plötzlicher, stechender oder ziehender Schmerz im unteren Rücken
  • Häufig einseitige Beschwerden zwischen Gesäß und Lendenbereich
  • Deutliche Bewegungseinschränkung
  • Eingenommene Schonhaltung zur Schmerzvermeidung

Meistens klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage wieder ab.
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Schmerzen ungewöhnlich stark sind, sich verschlimmern oder Taubheitsgefühle auftreten. Dann könnte eine ernstere Ursache, wie ein Bandscheibenvorfall, dahinterstecken.

Vorbeugen: So schützen Sie Ihren Rücken

Um einem Hexenschuss vorzubeugen, ist es wichtig, die Rückenmuskulatur regelmäßig zu stärken. Geeignet sind gezielte Übungen, die die tiefliegenden Muskeln kräftigen und die Beweglichkeit fördern. Auch rückenschonendes Verhalten im Alltag hilft, Beschwerden zu vermeiden – etwa beim Heben schwerer Lasten, durch ergonomisches Sitzen oder beim Bücken.

Empfohlene Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Regelmäßiges Kraft- und Beweglichkeitstraining
  • Ergonomisches Arbeiten und Heben
  • Vermeiden von Übergewicht
  • Ausreichend Pausen bei langem Sitzen oder Stehen

Tipp zur Linderung – Übung von unserer Physiotherapeutin:
Im Stehen vorsichtig das Becken kippen.
10 – 15 mal, im schmerzfreien Bereich

Hausmittel: Was hilft bei einem Hexenschuss?

In vielen Fällen reichen einfache Hausmittel aus, um die Beschwerden zu lindern:

Empfohlene Maßnahmen zur Vorbeugung:

  • Wärmeanwendungen: Eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder Wärmepflaster fördern die Durchblutung, lösen Verspannungen und lindern Schmerzen.
  • Bewegung: Kurze Spaziergänge helfen, die Muskulatur sanft zu mobilisieren. Strikte Bettruhe ist nicht mehr empfohlen – sie kann die Beschwerden sogar verschlimmern.
  • Stufenlagerung: Bei akuten Schmerzen kann die sogenannte Stufenlagerung entlastend wirken: Legen Sie sich auf den Rücken und lagern Sie die Beine im 90-Grad-Winkel auf eine Erhöhung, etwa mehrere Kissen oder einen Hocker.

Diese Maßnahmen unterstützen den natürlichen Heilungsverlauf, da der Körper meist selbst in der Lage ist, die Verkrampfungen zu lösen.

Medikamentöse Behandlung: Wann sind Schmerzmittel sinnvoll?

In manchen Fällen reichen Hausmittel allein nicht aus. Dann können leichte Schmerzmittel helfen, die Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit schneller wiederherzustellen. Geeignet sind entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac, die Schmerzen und Entzündungen gleichzeitig reduzieren.
Bei Bedarf können auch Schmerzgele oder -pflaster mit Wirkstoffen wie Ibuprofen lokal aufgetragen werden, um gezielt am Schmerzort zu wirken.
Wichtig:
Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte nur kurzfristig und möglichst nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, um schwerwiegendere Ursachen auszuschließen:

Schnelle Hilfe z.B. bei akutem Hexenschuss.
Togal IbuPlus Paracetamol wirkt innerhalb von 15 Minuten
und die Wirkung kann bis zu 8 h anhalten.

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